Richard Ringer spurtet zum DM-Titel

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Lisa Maihöfer

Licht und Schatten – wie fast jedes Mal – prägten das Bild, das die saarländischen Leichtathleten bei den Deutschen Meisterschaften am 3. und 4. August 2019 in Berlin abgaben. In der Bilanz verzeichnete das Saarland eine Goldmedaille und insgesamt sieben Finalplatzierungen (bis Platz 8). Zur Lichtgestalt wurde Richard Ringer (LC Rehlingen), der die Goldmedaille für das Saarland eroberte. Sein Sieg war nicht unerwartet. Aber im Laufe des Rennens schlug er eine Taktik ein, die die mitgereisten Anhänger – unter ihnen Sportminister Klaus Bouillon – Nerven kostete.

Trotz des Bummeltempos an der Spitze des 23-köpfigen Feldes hielt er sich bei der 1000-Meter-Marke (2:57,04 Min.) an 16. Stelle auf. Nach zwei Kilometern (5:52,43 Min.) bewegte er sich zwar ein paar Positionen nach vorne. Aber erst auf den letzten anderthalb Kilometern tauchte er in der Spitzengruppe auf, die von seinem Dauerkonkurrenten Amanal Petros (TV Wattenscheid 01) angeführt wurde. Als die letzte Runde eingeläutet wurde, zog dieser einen energischen Spurt an. Nur Richard Ringer heftete sich dicht an seine Fersen. Erst auf der Zielgeraden sprintete der Rehlinger an die Spitze und baute seinen Vorsprung bis ins Ziel aus. Petros wurde schließlich von dem Frankfurter Mitfavoriten Sam Parsons auf den dritten Platz verwiesen.

Wie erbittert der Fight geführt wurde, zeigt sich in der Zeit für die letzte Runde: 53,32 Sekunden. Der letzte Kilometer (2:28,51 Min.) wurde 30 Sekunden flotter als der erste zurückgelegt. „Ich wusste, dass es heute ein sehr taktisches Rennen wird“, sagte der Sieger. „Aber es wurde genau die Taktik, die ich erwartet habe. Ich wollte nicht von vorne laufen, meine Stärke sind die letzten 100 Meter. Da habe ich dann alles gegeben und gehofft, dass keiner mehr vorbei zieht. Das hat dann auch geklappt. Ich freue mich, dass es jetzt mein fünfter Titel über 5.000 Meter geworden ist.“

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